* D * E-Gitarren.info - Das E-Gitarren-Wörterbuch

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Decke

Engl.: top. Als Gitarrendecke wird die Vorderseite der Gitarre bezeichnet. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Bereich der akustischen Gitarren, da hier die Vorderseite, ob massiv oder Sperrholz und welche Holzart, großen Einfluß auf den Klangcharakter des Instruments haben kann. Bei den aber massiven (solid body) E-Gitarren und E-Bässen wird unter dem Begriff Decke ein eventuell auf den Korpus zusätzlich aufgeleimtes Holz (Furnier) mit edler Maserung zur Verschönerung der Gitarre bezeichnet. Eher selten wird dem Deckenholz auch eine den Sound positiv beeinflussende Eigenschaft nachgesagt. Auch bei Gitarren ohne Furnier unterscheidet man zwischen flat top = flache ebene Vorderseite und arched top = gewölbte Vorderseite der Gitarre. Die gewölbte Decke ist in der Herstellung teurer, das Instrument tendenziell also auch kostbarer, auf der anderen Seite aber auch weniger komfortabel weil spürbar schwerer.

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Delay

Deut.: Echo-Effekt.

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digital

Die Digitaltechnik ist im Feld der E-Gitarrenverstärkung und der klanglichen Beeinflussung durch Soundeffekte noch relativ jung. Da diese Technik durch den allgemeinen Fortschritt im Elektronik-Bereich aber immer preiswerter wird, sind Gitarrenverstärker mit digitalen Schnittstellen auch immer häufiger und sogar im Einsteigerbereich anzutreffen. Im einfachsten Fall werden nur bestimmte altbekannte Gitarreneffekte in der neuen digitalen Technik erzeugt. Darüberhinaus kann aber auch die Klangreglung digitalisiert werden. Bei sehr hochwertigen digitalen Amps können auch klassische Klangcharaktere von Lautsprechern und Boxen nachgebildet werden. Während bei der analogen Technik das Klangsignal durch eine Abfolge von elektronischen Schaltungen hier- oder dorthin “verbogen” wird, steht bei der Digitaltechnik am Anfang die Umrechnung des Klangsignals zu einem Zahlencode (Digitalisierung durch den sogenannten A/D-Wandler = analog in digital). Dieser Zahlencode kann nun mit vielfältigen mathematischen Algorithmen neu berechnet werden, z. B. +Bässe, +Mitten, +Höhen, +Hall, +Echo, +Effekt XY. Nach Abschluß der Berechnungen wird die digitale Information wieder in ein echtes Klangsignal verwandelt (D/A-Wandler = digital in analog). Der Vorteil dieser Technik ist, dass die mathematischen Berechnungen des Mikroprozessors frei von Störgeräuschen wie Brummen und Rauschen sind. Der Nachteil ist, dass diese Art der Klangbearbeitung oft kalt oder steril bis einfältig klingt, da die Effekte ausschließlich nur der Berechnung folgen, die deren Entwickler an alten analogen Verstärkern und Effekten mehr oder weniger gut analysiert haben. Dennoch ist die Digital-Technik absolut unschlagbar, wenn es darum geht, für wenig Geld höchstprofessionelle Sounds dem Gitarristen an die Hand zu geben.

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Distortion

Deut.: Verzerrer. Der mit großem Abstand häufigst verwendete Soundeffekt im Bereich der Verstärkung von E-Gitarren. Während die unverzerrte (cleane = saubere) E-Gitarre noch annähernd wie eine Akustikgitarre klingen kann, verursacht der Distortion-Effekt den typischen E-Gitarrensound sämtlicher härteren Musikstile. Der Effekt ist eine verschärfte Weiterentwicklung des Overdrive-Effekts. Der originale Klangcharakter der Gitarre wird dabei extrem verfremdet. Es wird hier auch deutlich, dass Gitarrenverstärker und angeschlossene Effektgeräte genauso viel Teilhabe am Gitarrensound besitzen wie die das eigentliche Instrument. Zwar sind mittlerweile selbst die kleinsten Gitarrenamps für Anfänger mit einer Verzerrer-Schaltung ausgestattet, aber wirklich gutklingender Distortion-Sound ist erst mit einem externen Fuß-Pedal möglich. Solche Bodeneffektgeräte verfügen in der Regel über mindestens drei Regler: 1. Heftikgeit der Verzerrung, 2. Tone-Regler (Klangfarbe), 3. Lautstärke des ausgehenden Klangsignals. Weil die Klangfarbe für den verzerrten Gitarrensounds eine große Bedeutung hat, wird dieser Bereich oft erweitert, z. B. mit 2-Band-EQ (Bässe- + Höhen-Regler), graphischem EQ (3, 5, sogar 7 Klang-Schieberegler) oder parametrischem EQ (das Frequenzband, welches angehoben oder abgesenkt werden soll, kann in einem begrenzten Bereich stufenlos ausgewählt werden). Die gut ausgestattete Klangreglung des Verzerrer-Pedals erlaubt es dem Gitarristen, den Verstärker bzgl. dessen Klangreglung weitgehend klanglich neutral zu belassen.

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dot inlays

Deut., aber wenig gebräuchlich: Punkt-Einlagen. Dot-Inlays sind kreisrunde Bundmarkierungen, die in das Griffbrett meist mittig eingearbeitet werden. Ihre Größe variiert zwischen etwa streichholzkopf- und erbsengroß. Zur besonderen Kennzeichnung der Hälfte der Mensur (dies ist die Hälfte der frei schwingenden Saitenlängen) befinden sich im 12. Bund der Gitarre zwei solcher Einlagen. Dot-Inlays sind standardmäßig die Griffbrett-Markierungen bei den E-Gitarren des ST- und TL-Typs. Sie bestehen meist aus schimmerndem weißen Acryl-Kunststoff, bei sehr exklusiven Musikinstrumenten auch aus echtem Perlmutt. Aufwendiger und daher kostbarer sind große Einlagen im Gitarrengriffbrett, z. B. in Form eines Vierecks, Trapez (typisch für das LP-Modell), Raute oder sogar in Form eines Blumenmusters.

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double cutaway

Zwei tiefe Ausfräsungen im Korpus (body) der E-Gitarre / des E-Bass links und rechts des sogenannten Hals-Body-Übergangs. Cutaway, im Fachjargon auch als “Cut” abgekürzt.

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D-Profil

D-Saite

Die D-Saite ist die drittdickste und damit auch dritttiefste Saite der Gitarre (E-A-D-G-H-e). Aus der Sicht des Gitarristen hinab auf die Gitarre ist sie die 3. Saite des Instruments. In der Tabs-Notierung erfolgt die Nummerierung der Saiten aber üblicherweise genau umgekehrt, daher ist die D-Saite dort die 4. Saite bzw. engl. 4th-string.

Decke Delay digital Distortion dot inlays double cutaway D-Profil D-Saite


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