* E * E-Gitarren.info - Das E-Gitarren-Wörterbuch

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Echo

Engl.: Delay. Beim Echo-Effekt handelt es sich um das eindeutig hörbare elektronische Wiederholen einer (sehr) kurzen Spielpassage. Dies kann ein einmaliges, ein begrenzt langes oder auch ein fast unendliches Wiederholen sein. Der Gitarrist kann bei einem modernen digitalen Echo die Länge des wiederkehrenden Delays in Millisekunden anwählen. Weiterhin die Anzahl der sich abschwächenden Wiederholungen. Ein Stereo-Echo ist sogar in der Lage, das Delay abwechselnd auf linken und rechten Kanal (Tonstudio / Stereo-Anlage) zu verteilen. Bei der Anwendung langer Echo-Zeiten ist es wichtig, dass das Delay zum Tempo also Timing des Musikstücks parallel verläuft, z. B. immer auf die Viertel- oder Halben-Noten aufsetzt. Der Gitarrist kann dadurch scheinbar mit sich selber “zweistimmig” spielen.

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Effekte

Engl.: effects, Slang-Abk.: FX. Der “typische” E-Gitarrensound, wie er von professionellen Aufnahmen von CD oder aus dem Radio bekannt ist, wird maßgeblich durch das Hinzufügen von Effekten produziert. Schließt man eine E-Gitarre mit dem passend gemachten Kabel an eine Stereo-Anlage an, so klingt sie wie eine ziemlich erbärmliche Akustikgitarre. Erst elektronische Effektschaltungen des Verstärkers sowie bei Bedarf eingebundener externer Effektgeräte gestalten den offiziellen E-Gitarrensound.  Standard-FX sind Overdrive (Verzerrung), Distortion (Extrem-Verzerrung), Reverb (Halleffekt) und Delay (Echo-Effekt). Speziellere Sounds in der E-Gitarrenverstärkung sind Chorus-, Flanger-, Phaser-, Wah-Wah- oder Tremolo-Effekt. Diese Effekte sollten zumindest durch Antesten jedem weiter fortgeschrittenen E-Gitarristen bekannt sein. Moderne Muli-Effektgeräte sind in der Lage die meisten dieser Soundeffekte bereit zu stellen und auch mehrere davon miteinander zu kombinieren.

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Effektweg

Der Effektweg ermöglicht das professionelle Einschleifen bzw. Anbinden externer Effektgeräte an einen Gitarrenverstärker, Bassverstärker oder an ein Mischpult. An dieser Schnittstelle kann das Klangsignal dem Effektgerät zugeführt (send) und entsprechend verändert wieder aufgenommen werden (return). Bei Stereo-Verstärkern und Stereo-Effekten führen zwei Leitungen, jeweils linken und rechten Stereo-Kanal, zurück in Amp oder Mischpult.

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Eiche

Engl.: oak. Das deutsche “National-Holz” spielt im Gitarrenbau nur die Rolle des Exoten. Aufgrund seiner groben stark ausgeprägten Maserung trifft man es gelegentlich als Decken-Furnier (veneer / overlay) an. Im Bereich der Akustikgitarren und E-Akustik wird die Eiche geringfügig häufiger verbaut.

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Einschleifen

Als Einschleifen wird das Hinzufügen von Effektgeräten zwischen Vorstufe (Vorverstärker, engl. Preamp, sowie Klangreglung) und Endstufe (eigentliche Leistungsverstärkung/Wattzahl) bezeichnet. Dazu muß der Gitarrenverstärker mit den Anschlußbuchsen “send” und “return” ausgestattet sein. Die Buchse mit der Bezeichnung send ist eine Ausgangsbuchse, an der das Klangsignal nach Durchlaufen der Vorstufe abgegriffen werden kann. Von hier führt ein Kabel zum Effektgerät-Input. Von der Effektgerät-Output-Buchse führt ein zweites Kabel zurück zum Verstärker in die Eingangsbuchse return. Das in der Regel vorhandene Eigenrauschen von Effektgeräten wird so minimert, während das Eigenrauschen komplett mitverstärkt wird, wenn man den Effekt schon zu Beginn der technischen Abfolge zwischen Instrument und Verstärkereingang zumischt. Die send-return-Anschlußmöglichkeit wird auch als der Effektweg bezeichnet (Standard-Funktion bei Mischpulten). Steht der Verstärker unter Strom sollten diese Verbindungen auf keinen Fall getrennt werden, eine Beschädigung der Endstufe ist dadurch leicht möglich.

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Endorser

Als Endorser werden berühmte E-Gitarristen bezeichnet, die Werbung für Instrumente, Verstärker oder Gitarrenzubehör machen, die / das sie selber (angeblich) in ihrem Berufsalltag ständig verwenden. Oft auch weisen die Hersteller darauf hin, dass dieser berühmte Musiker an der Entwicklung des Produkts mitgearbeitet hat bzw. das Produkt für diesen Musiker speziell optimiert wurde.

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Endpin

Deut.: Gurtknopf. An jeder E-Gitarre / Bassgitarre befinden sich zwei Gurtknöpfe, an die der Gitarrengurt eingehangen wird. Westerngitarren haben standardmäßig nur einen Gurtknopf in der Zarge am unteren Ende des Gitarrenkorpus. Das andere Ende des Gitarrengurts wird mit einem Band, auch zur Verlängerung des Gitarrengurts, an der Kopfplatte der Gitarre angeknotet. Konzertgitarren besitzen in der Regel überhaupt keinen Gurtknopf. Gurtknöpfe zur nachträglichen Montage sind für wenig Geld im Fachhandel erhältlich. Als replacement parts sehr beliebt kann man die E-Gitarre mit einem Gurt-Sicherungssystem aufwerten, bei dem die Verbindung zwischen Gitarrengurt und Musikinstrument fest arretiert und nur noch per Knopfdruck aufgelöst werden kann.

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Endstufe

Ganz allgemein sind Verstärker in die beiden technischen Segmente Vorstufe und Endstufe zu unterteilen. Als Endstufen werden die Transistoren- oder Röhren-Schaltungen bezeichnet, die für die eigentliche Verstärkung des Klangsignals zuständig sind: Also für die Leistung (vereinfacht Lautstärke) gemäß der Watt-Angabe des Herstellers, die an angeschlossene Lautsprecher abgegeben werden kann. Allerdings beruhen solche Werte auf idealtypische Verstärkereinstellungen, die keinesfalls rechts am Anschlag des Reglers “Master-Volume” bei der Einstellung “10” zu suchen sind. Die Endstufe eines Gitarrenverstärkers sollte im Dauerbetrieb nicht über etwa 2/3 bis maximal 3/4 des Regelbereichs hinaus betrieben werden. Das erfahrene Ohr des E-Gitarristen muß erkennen können, ab welcher kritischen Einstellung Verstärker und Lautsprecher überlastet und auf Dauer Schaden nehmen werden. Achtung! Zwei Todsünden, die Endstufen durchbrennen lassen können: 1. Röhren-Endstufen dürfen niemals ohne einen Widerstand am Lautsprecherausgang also ohne angeschlossenen Lautsprecher betrieben werden. 2. Der Speaker-Out von Transistorverstärkern bei Gitarrencombos (wenn vorhanden) und bei Topteilen darf niemals kurzgeschlossen werden. Als Verbindung zu externen Boxen sollten unbedingt Lautsprecherkabel und nicht die koaxialen Instrumentenkabel verwendet werden.

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EQ / Equalizer

Deut.: Klangreglung (auch verbreitet Klangregelung).

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Equipment

Deut.: Technische Ausrüstung. Mit dem Begriff E-Gitarren-Equipment wird die gesamte technische Ausrüstung eines E-Gitarristen bezeichnet. Weil abgesehen vom Können des Musikers auch sein verwendetes Equipment eine große Rolle für den (manchmal sehr markanten) Sound spielt, interessieren sich Semi-Profis und Profis auch dafür, welche Gitarren, welche Effektgeräte, Gitarrenverstärker und sonstiges Pipapo z. B. Künstler XY bei der Aufnahme zur CD Soundso verwendet hat.

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E-Saite, hohe

Die hohe E-Saite ist die dünnste und daher auch höchste Saite der Gitarre (E-A-D-G-H-e). Aus der Sicht des Gitarristen hinab auf die Gitarre ist sie die 6. Saite des Instruments. In der Tabs-Notierung erfolgt die Nummerierung der Saiten aber üblicherweise genau umgekehrt, daher ist die e-Saite dort die 1. Saite bzw. engl. 1st-string.

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E-Saite, tiefe

Die tiefe E-Saite ist die dickste und tiefste Saite der Gitarre (E-A-D-G-H-e). Aus der Sicht des Gitarristen hinab auf die Gitarre ist sie die 1. Saite des Instruments. In der Tabs-Notierung erfolgt die Nummerierung der Saiten aber üblicherweise genau umgekehrt, daher ist die E-Saite dort die 6. Saite bzw. engl. 6th-string.

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Esche

esh

Deut.: Esche, Eschenholz.

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ES-Modell

Eine bestimmte klassische (E-)Gitarren-Form. Weil sich die berühmten amerikanischen Pionier-Firmen des E-Gitarrenbaus ihre Modellnamen urheberrechtlich haben schützen lassen, dürfen die Original-Bezeichnungen nicht im Zusammenhang mit nachempfundenen Produkten (vor allem aus preiswerter Fernost-Herstellung) verwendet werden. E-Gitarren im ES-Style sind grundsätzlich Gitarren mit Resonanzraum, in ihrem Korpusinneren also hohl. Dennoch sind die meisten ES-Modelle kaum dicker als solid body E-Gitarren. Zur Öffnung des Resonanzraums sind zwei F-Schalllöcher in die Gitarrendecke eingefräst. Obwohl man die schmalen Gitarren diesen Typs als Halbresonanz- oder auch als Semiakustik-Gitarren bezeichnet, sind diese unplugged nur unerheblich “lauter” als normale E-Gitarren, müssen also verstärkt werden. Auch die eher seltenen Modelle mit einem tiefen Korpus gewinnen ihren warmen speziellen Sound erst durch den Gitarrenverstärker. ES-Modelle mit tiefem Korpus werden als Vollresonanz-, Jazzgitarren oder veraltet als Schlaggitarren bezeichnet. Als übliche Tonabnehmer-Bestückung kommen zwei Humbucker zum Einsatz. Das Einsatzgebiet der ES-Modelle erstreckt sich vom ganz klassischen Rock`n Roll (Rockability) über Blues, Bluesrock, auch sogar Hardrock,  bis besonders beliebt im Jazz.

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