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Kapodaster Der Kapodaster ist ein besonders im Akustikgitarren-Bereich häufig anzutreffendes Gitarrenzubehör. Der Kapodaster wird am Gitarrenhals befestigt und ermöglicht eine bundweise verstellbare Verkürzung der Mensur. Dazu drückt eine Gummiauflage alle sechs Saiten mit ausreichender Spannkraft direkt vor einem Bundstäbchen nieder. Installiert man z. B. den Gitarrenkapodaster im 3. Bund, so erklingen die leer angeschlagenen Saiten nun in der Stimmung G-C-F-Bb-D-g. Die Gitarre klingt also höher. Dadurch ist es möglich, mit einfachen Anfänger-Akkorden (ohne Barré-Griffe) in vielfältigen Tonarten zu spielen, was einerseits alternativ und daher sehr interessant klingen, aber auch den (begrenzten) Fähigkeiten der Gesangsstimme zur Hilfe kommen kann. * Kinder-E-Gitarren Auf dem E-Gitarren-Markt werden vereinzelt sogenannte Miniatur-Modelle angeboten. Diese Modelle sind in etwa 30 Prozent kleiner als normalgroße E-Gitarren. Sie sind oft technisch abgespeckt, z. B. typisches ST-Modell aber ohne Vibrato-System oder mit nur 2 statt 3 Single-Coil-Tonabnehmer. Diese Mini-E-Gitarren werden immer wieder als E-Gitarren speziell für Kinder beworben, was sie aber nicht sind. Es handelt sich hierbei vielmehr um Spaß-Instrumente für fortgeschrittene E-Gitarristen, z. B. als Gag unter Musikerkollegen oder als Show-Einlage im Konzert. Diese Mini-E-Gitarren oder E-Bässe müssen in der Regel um fünf Halbtöne auf A hochgestimmt werden, damit sie mit handelsüblichen Gitarrensaiten spielbar sind. Dadurch sind alle Akkordbilder, die ein Kind auf einem solchen Instrument erlernen könnte, nicht auf sonst übliche (auch akustische Kindergitarren) übertragbar. Mehr Infos zum Thema Kindergitarren unter www.kinder-gitarren.de * Klangreglung Abk.: EQ. für engl. equalizer. Die Klangreglung ist ein wichtiger technischer Bestandteil der Verstärker-Vorstufe. Nachdem das sehr schwache Signal der E-Gitarre auf ein höheres für die weitere elektronische Bearbeitung technisch notwendiges Niveau vorverstärkt worden ist, durchläuft es anschließend die Klangreglung. Hiermit können nun gezielt ausgewählte Frequenzbereiche zusätzlich angehoben (verstärkt) oder abgesenkt (reduziert) werden. Die einfachste Klangreglung ist das Tone-Poti, mit dem der Klang aufgehellt oder verdunkelt werden kann. Sogenannte 2-bändige Klangreglungen ermöglichen die getrennte Bearbeitung von Bassbereich (Bass) und Höhen (Trebles). Und 3-bändige EQs differenzieren zusätzlich den Mittenbereich (Mid/Mids). Bei Bassverstärkern wird häufig ein viertes Band zur genaueren Trennung der Mitten in untere (Mid 1) und obere (Mid 2) mittlere Frequenzbereiche hinzugefügt. Professionelle Equalizer im Tonstudio können das Klangsignal sogar in bis zu dort übliche 31 Teilbereiche / Bänder zerlegen. Der Frequenzbereich, der bearbeitet werden kann, wird in Hertz (Hz) angegeben, die Verstärkung oder Absenkung in Dezibel (db), die Wirkungsbreite also Auswirkung auf die benachbarten Frequenzen wird als Flanken-Steilheit bezeichnet. Beim normalen Gitarrenverstärker kann jedoch nur die Variable Verstärkung bzw. Absenkung in db geregelt werden, während die beiden anderen Faktoren vom Hersteller / Entwickler konstant festgeschrieben sind. * Klemmsattel Klemmsattel sind grundsätzlich Bestandteil von modernen Hi-Tech-Vibratos. Da diese Systeme (am häufigsten FR-Vibrato-System) die Stimmstabilität des Instruments durch mögliche sehr große Saiten-Ent- und -Überspannungen stark belasten, haben deren Entwickler nach Möglichkeiten gesucht, einer E-Gitarre allgemein mehr Stimmstabilität zu verleihen. Als ein Grundübel wurden die Mechaniken der Gitarre sowie das Verhaken der Saiten in den Sattelkerben erkannt. Mit dem Klemmsattel werden nun die Saiten nach Einstellung einer soliden Grundstimung vor dem 1. Bund festgeschraubt. Dazu werden jeweils drei Saitenpaare (E+A, D+G, H+e) mit jeweils einer kleinen Metallplatte per Inbus-Schraube niedergedrückt und eingeklemmt. Nach diesem Vorgang kann das Instrument nur noch direkt am modernen Vibratosystem mit den als Feinstimmer bezeichneten Schraubrädchen gestimmt werden. * Klinkenstecker Die häufigste Steckverbindung im elektronischen Musikinstrumente-Bereich. Die (Mono)-Klinke ist ein gerader stiftartiger Stecker. Es gibt zwei Versionen mit unterschiedlichen Durchmessern: Gerundet 6,3mm Klinkenstecker (1/4 Zoll bzw. inch) sowie gerundet 3,5mm (1/8 Zoll). Der 6,3mm-Stecker ist der Standardstecker für E-Gitarrenkabel, Bass- und Keyboard-Kabel, aber auch zum Einbinden externer Effektgeräte und im semi-professionellen Bereich als Lautsprecher-Verbindung. Der weniger häufige 3,5mm-Stecker wird auch als Mini-Klinke bezeichnet und findet Verwendung vor allem bei Tonabnehmern für Akustikgitarren und als Zuleitung von der Gitarre in Kopfhörer-Verstärker oder Funksender. Im Alltag bekannt ist der Stereo-Klinkenstecker (leicht zu erkennen an zwei Isolierringen im Steckerschaft) als Anschlußstecker für Kopfhörer: 6,3mm bei Stereo-Anlagen, 3,5mm bei Walkman / MP3-Player. * Kofferverstärker Veralteter deutscher Begriff für Gitarren-Combo, Basscombo. Verstärker und Lautsprecher zusammen (kombiniert) in nur einem Gehäuse mit Tragegriff. * kopflastig Der Begriff “kopflastig” beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen der Kopfplatte und dem Korpus einer E-Gitarre meist aber einer Bassgitarre. Da der Gitarrenhals mit seiner Hebelwirkung das Gewicht der kleinen Kopfplatte multipliziert, kann es dazu kommen, dass dieses Ende des Instruments schwerer wiegt als der eigentliche große Body. Lässt der Gitarrist in einem solchen Fall das in seinem Schoß liegende Musikinstrument kurz los, so zieht die Kopfplatte die Gitarre/den Bass im Uhrzeigersinn (Linkshänder-Gitarren natürlich umgekehrt) zu Boden. Dies kann dann zum Problem werden, wenn die Kopflastigkeit so gravierend ist, dass auch das umgehängte Instrument beim Loslassen im schlimmsten Fall “wie ein Fallbeil” nach unten saust. In weniger schweren Fällen kann hier ein breiterer und rutschfesterer Gitarrengurt (z. B. aus Wildleder) Abhilfe schaffen. Aus Design-Gründen oder aus Gründen der besonderen Leichtigkeit des Korpusholzes, was für Kinder und sehr zierliche Personen empfehlenswert ist, kann man eine vertretbare Kopfplastigkeit aber gut in Kauf nehmen. * Kopfplatte Engl.: headstock. Mit der Kopfplatte endet der Hals der Gitarre. Hier sind die Mechaniken, also die Drehvorrichtungen, zum Spannen und Entspannen der einzelnen Saiten angebracht. Bei der E-Gitarre gibt es sowohl die Ausführung, dass alle sechs Mechaniken an der linken oberen Seite der Kopfplatte angebracht sind als auch die Ausführung, in der jeweils drei Mechaniken an jeder Seite befestigt sind. Beim E-Bass ist dies entsprechend, vier links oder zwei Mechaniken links und zwei rechts. Die Kopfplatte der Gitarre wird dann üblicherweise mit dem Schriftzug des Herstellers verziert. Dies zum Teil mit kostbaren Einlegearbeiten ins Holz. Bei preiswerten Instrumenten dagegen in der Regel mit weniger aufwendigen Aufdrucken oder Aufklebern. * Korpus Engl.: body. Der eigentliche Klangkörper der Gitarre ohne Hals. Der Korpus bei sehr preiswerten E-Gitarren kann aus Sperrholz bestehen. Dies ist aber mittlerweile eher selten der Fall. Das verwendete Holz zum Bau des Korpus von E-Gitarre oder E-Bass hat nur einen geringen Einfluß auf die spätere Klangqualität des Musikinstruments. Es geht hier mehr um die Optik, schöne Holzmaserung, gute Lackierbarkeit, sowie um die Kostbarkeit der Holzart, z. B. seltene Tropenhölzer. Das Gesamtgewicht der Gitarre wird erheblich durch die Dicke und (möglicherweise exotische) Form des Korpus sowie durch die Schwere der Holzart bestimmt. |
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