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saddle

Deut.: Stegeinlage (als Saitenauflage korpusseitig bei Akustikgitarren). Achtung: Deut. Sattel wird in engl. dagegen als “nut” bezeichnet.

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Sattel

Engl.: Nut. Als Sattel wird die Saitenauflage zwischen Kopfplatte und Beginn des Halses der Gitarre bezeichnet. Vom Sattel angefangen das Griffbrett hinauf können die Gitarrensaiten frei schwingen. Gitarrensättel wurden ursprünglich aus Knochen geschnitzt, solche Knochensättel sind heute aber die Ausnahme. In der Regel wird ein harter Kunststoff verwendet, auch keine Seltenheit aber sind Sättel aus Graphit.

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Sattelkerben

Für jede Gitarren-/Bass-Saite werden den ungefähren Durchmessern der verschiedenen Saiten entsprechende Kerben in den Sattel eingefeilt. Dies ist auch einer der Gründe, warum eine Gitarre nicht einfach auf Gitarre/Bass für Linkshänder umgespannt werden kann. Durch die Reibung der Saiten in den Sattelkerben werden diese mit der Zeit weiter. Bei neuen Instrumenten ist hier häufig ein sporadisches Kratzgeräusch beim Stimmvorgang gut hörbar.

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scale

Deut.: Mensur.

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Schlagbrett

Veralteter deutscher Begriff für engl. pick guard.

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see through

Deut.: transparent. Eine Lackierung, bei der die Maserung des Gitarrenholz durchschimmert und für eine besonders edle Optik sorgt.

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Semi-Akustik

Semi-Akustikgitarren bzw. Halbakustik-Gitarren gehören klar zur Gattung der E-Gitarren. Zwar besitzen diese Gitarren einen hohlen Korpus (hollow body) also einen Resonanzkörper mit meist F-Schalllöchern, aber ihre Korpustiefe ist geringer als die Hälfte der Zargentiefe einer Akustikgitarre. Der nicht verstärkte Klang einer Halbakustik erreicht kaum die Zimmerlautstärke. Als Pickups werden die von der E-Gitarre allgemein bekannten magnetischen Tonabnehmer (meist Humbucker) eingesetzt, die eine kräftige Verzerrung des Gitarrensounds ermöglichen. Dies ist auch der Hauptunterschied zu den noch recht neuen “verdünnten” E-Akustikgitarren, die zwar den Spielkomfort einer E-Gitarre annähernd bieten können, aber aufgrund der Piezo-Tonabnehmer nicht für verzerrte Klänge in Frage kommen. Semi-Akustikgitarren bieten einen eigenständigen sehr warmen und runden keinesfalls schrillen Sound. Ihr Haupteinsatzgebiet liegt im Blues, Jazz und 70’er-Jahre-Hardrock.

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Send-Buchse

Der Ausgang des Effektwegs eines Gitarrenverstärkers. Über ein übliches Klinkenkabel kann von hier ein externes Effektgerät angesteuert werden.

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SG-Modell

Eines der klassischen E-Gitarrenmodelle. Die SG ist eine E-Gitarre mit flachem Korpus (flat top), was für den amerikanischen Entwickler / Hersteller seinerzeit eine Ausnahme war. Die Abkürzung SG steht für solid guitar (massive Gitarre), da damals in den Anfangstagen der elektrischen Gitarren noch ein bedeutendes Nebenher von elektrifizierten Akustik- sowie Semi-Akustikgitarren und heutigen modernen E-Gitarren bestand. Die SG ist besonders im Hardrock-Bereich sehr beliebt, nicht zuletzt weil die australische Band AC/DC der Gitarre zu großer Berühmtheit verholfen hat. Der Korpus des echten SG-Klassikers oder eines preiswerten Nachbaus besteht aus Mahagoni und wird typischerweise dunkel weinrot abgetönt und hochglänzend transparent lackiert.

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shaping

shielding

Shielding ist ein Fachbegriff im E-Gitarrenbau / Bassgitarrenbau. Neben den Tonabnehmern ist auch alle weitere Elektronik sowie die komplette Hardware (alles aus Metall) einer E-Gitarre / Bassgitarre anfällig für die Aufnahme äußerer elektronischer Störeinflüsse. Dies führt zu unerwünschtem Rauschen und Brummen. Unter engl. shielding versteht man entsprechende Maßnahmen zur Abschirmung der Gitarrenelektronik von unerünschten Einstreuungen. Dazu werden die Ausfräsungen für die elektronischen Bauteile mit einer Metallfolie (veraltet) oder mit einem elektrisch leitfähigen Graphitlack ausgekleidet. Alle für Störeinflüsse empfänglichen Teile des Musikinstruments werden schließlich an dem Masse-Signal, später an der Umschirmung des Gitarrenkabel, zusammengeführt.

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single cutaway

Eine tiefe Ausfräsung im Korpus (body) der E-Gitarre / des E-Bass rechts des sogenannten Hals-Body-Übergangs. Cutaway, im Fachjargon auch als “Cut” abgekürzt.

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Single-Coil

solid body

Deut.: Massiver Korpus. Dies ist ein veralteter Begriff, der früher darauf hinwies, dass eine E-Gitarre keinen hohlen Körper (keinen Resonanzraum) mehr besaß. Heutige E-Gitarren sind ganz überwiegend immer solid body Gitarren. Selten trifft man noch auf die gegensätztliche Beschreibung hollow body, die eine E-Gitarre mit Klanghohlraum charakterisiert. Gängig ist es vielmehr Semiakustik- bzw. Jazzgitarren als eigenständige Typen zu bezeichnen. Solid body bedeutet jedoch nicht, dass die Gitarre aus einem einzigen massiven Stück Holz gefertigt ist. Im Billigbereich gab es immer auch E-Gitarren aus gesperrtem Holz. In der exklusiven Preisklasse gibt es auch Bodies, die aus zwei oder drei Schichten edler Hölzer gebaut werden.

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speaker

Deut.: Lautsprecher.

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spruce

Deut.: Fichte, Fichtenholz.

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stack

Deut.: Gitarrenverstärker-Turm. Eine Verstärker-Anlage, die aus drei Einheiten besteht, die übereinander gestapelt sind. Ganz oben befindet sich der eigentliche Verstärker in einem eigenen also separaten Gehäuse. An diesem deut. Topteil (engl. head) wird die E-Gitarre angeschlossen und kann der Sound mit den üblichen Reglern bearbeitet werden. Darunter befinden sich zwei meist mit jeweils vier 30cm-Lautsprechern (12-Zoll) ausgestattete Gitarrenboxen. Die obere Box ist in der Regel leicht abgeschrägt, die untere Gitarren-Box dagegen gerade. Solch ein Verstärkerturm (auch engl. full stack) ist in etwa ähnlich hoch oder groß wie der E-Gitarrist oder Bassist selbst. Ein Verstärker-System mit Top-Teil und nur einer Gitarrenbox wird dagegen als engl. half stack bezeichnet. Tops und Boxen unterschiedlicher Hersteller sind beliebig kombinierbar, solange der Gitarrist / Bassist die auf der Rückseite oder in der Bedienungsanleitung genannten Impedanz-Werte (4, 8 oder 16 Ohm) berücksichtigt. Im E-Bass-Bereich sind allerdings andere Bestückungen der Boxen üblich, z. B. oben 4 x 10” und unten 2 x 15”.

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stereo

Stimmgerät

Gitarrenstimmgerät. Engl.: tuner, guitar tuner.

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Stimmung

Tonhöhen-Schema gemäß dem die einzelnen Gitarrensaiten gespannt werden. Die zu 99% übliche Gitarrenstimmung lautet E-A-D-G-H-e. Bei der mit nur vier Gitarrensaiten bespannten Bassgitarre: E-A-D-G. Sehr selten trifft man (auch in ganz unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen) auf geringfügig veränderte Gitarrenstimmungen (tunings). Aufgrund der vorgegebenen Saitenlängen und Stärken gibt es aber physikalische Grenzen: Eine zu schlaffe Saite kann nicht mehr frei schwingen und schlägt auf dem Griffbrettholz auf, eine zu kräftig gespannte Saite dagegen reißt.

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ST-Modell

Abk. für ein bestimmtes klassisches E-Gitarrenmodell. Da sich aber die berühmten amerikanischen Pionier-Firmen des E-Gitarrenbaus ihre Modellbezeichnungen urheberrechtlich haben schützen lassen, dürfen die ausgeschriebenen Namen nicht im Zusammenhang mit nachempfundenen Produkten (in der Regel heute aus Fernost-Herstellung) verwendet werden. Das ST-Modell ist die am weitesten verbreitete E-Gitarrenform und in allen musikalischen Stilrichtungen häufig anzutreffen. Die klassische Urform besitzt 3 Single-Coil-Tonabnehmer und stets das sogenannte Vibrato-System. Der Korpus hat durch seine Double-Cutaway-Ausschnitte links und rechts vom Griffbrett das heutige allgemeine Bild der E-Gitarre als eigenständigen Gitarrentyp maßgeblich mitgeprägt. Der Standard-Typ mit 3 Single-Coils ist besonders im Pop, (Pop)-Rock, Funk und im Blues und Bluesrock sehr beliebt. Doch die angebotenen Tonabnehmer-Bestückungen sind mittlerweile vielfältig, so dass die Gitarre mit mindestens einem Humbucker-Pickup auch im Heavy-Sektor hoch zu punkten versteht.

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strings

Deut.: Saiten.

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string through body

Eine Konstruktion bei E-Gitarren ohne Vibrato-System, bei der die Saiten hinter der Bridge durch den Korpus geführt werden. Wie beim typischen Vintage-Vibrato-System werden die Gitarrensaiten also von der Rückseite des Instruments eingefädelt. Die String-through-body-Konstruktion ermöglicht die bessere Übertragung und gegenseitige Wiederverstärkung der Schwingungen zwischen Saiten und Gitarrenkorpus. Dadurch wird der Sound voller und reicher an Sustain.

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sunburst

Bezeichnung für eine klassische Form der Lackierung (finish) von E-Gitarren, Bassgitarren und seltener auch bei Akustikgitarren. Die Sunburst-Lackierung soll eine alte und edle, verwitterte und von der Sonne verblichene Optik der Gitarre imitieren. Dabei wird der äußere Rand des Instruments in der Regel schwarz (auf jeden Fall dunkler) lackiert. Zur Mitte der Korpus-Oberfäche hin hellt sich die Lackierung dann über einen Farbverlauf deutlich auf. Genauere Bezeichnungen wie tobacco-sunburst, 2-tone-, 3-tone-sunburst oder auch cherry-sunburst sind üblich, aber im Detail nicht sehr aussagekräftig. Hier hilft nur eine Abbildung der Gitarre bzw. die Ansicht im Fachgeschäft.

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sustain

Sustain ist ein Fachbegriff zur Beschreibung der Auskling-Eigenschaften von E-Gitarren. Diese wichtige E-Gitarren-Eigenschaft wird durch zwei Merkmale charakterisiert: 1. die Dauer des Ausklingens = Länge des Sustains und 2. die Abnahme der Sounddicke = “Fettigkeit” des Sustains. Besonders im härteren musikalischen Rockbereich sind Gitarren mit viel (häufig schwärmerische Übertreibung in Prospekten und Testberichten “unendlich”) sustain sehr gefragt. Fettes sustain einer E-Gitarre ist kein Zufall sondern resultiert aus einer besonders guten Wechselwirkung / Übertragung zwischen Saiten- und Korpus-Schwingung. Ein typischer Sustain-Killer ist das Vibrato-System der E-Gitarre, ein Sustain-Unterstützer ist der eingeleimte Gitarrenhals gegenüber dem lediglich eingeschraubten “guitar neck”.*

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